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Osteopathie

Was ist Osteopathie?

Das Wort Osteopathie setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern Osteon (Knochen) und Pathos (Leiden) zusammen. Dies führt häufig irrtümlich dazu, dass die Therapie ausschließlich mit dem Bewegungsapparat in Verbindung gebracht wird. Der amerikanische Arzt A. T. Still entwickelte zwar Mitte des 19. Jh. die ursprüngliche Form der Osteopathie, mit William G. Sutherland der die kraniale Osteopathie (Behandlung von Schädel über die Wirbelsäule bis zum Kreuzbein) und unter anderem Jean-Pierre-Barral, der die viscerale Osteopathie ( Behandlung von Organen) mit begründete, kamen noch zwei weitere wichtige Bausteine der Osteopathie im 20. Jh. hinzu.

Die Osteopathie beschäftigt sich zusammenfassend mit der Diagnose und der Behandlung des Bewegungsapparats, sprich der Muskulatur und der Gelenke, der Diagnose und Behandlung der inneren Organe und deren Aufhängung mitsamt Gefäßen und Nerven, sowie die Lymphbahnen und als letzten Baustein die Diagnose und Behandlung des Schädelbereiches, dem Kreuzbein und deren Verbindung durch die Hirn- und Rückenmarkshäute.


Philosophie der Osteopahie

In der Osteopathie geht man davon aus, dass im Körper ein Gleichgewicht zwischen Fehlfunktionen und Gesundung des Körpers besteht. Überwiegt die Summe der Fehlfunktionen, die der Körper nicht mehr kompensieren kann, kommt es zu Beschwerden. Alle Strukturen des Körpers stehen in Verbindung und sind miteinander vernetzt, deshalb behandelt ein guter Osteopath nie einzelne Beschwerden, sondern weiß um die komplexe Einheit des Körpers.

Die gefundenen Bewegungseinschränkungen des Gewebes z.B. eine Blockade des Bewegungsapparats oder fehlende Mobilität eines Organs, die den Körper daran hindern richtig zu funktionieren, werden in der Therapie gelöst und somit dem Körper damit geholfen sein „Gleichgewicht“ selbst wieder her zu stellen. Deshalb ist die Osteopathie auch eine präventive (vorbeugende) Therapie, damit dieses Gleichgewicht gar nicht erst gestört wird.

Gute Osteopathie ist also mehr als das aneinanderreihen von osteopathischen Techniken und bedarf deshalb eines intensiven, 5 jährigen Studiums. Mein Anspruch ist es, Ihre individuellen Zusammenhänge zu erkennen. So kann ich Sie ganzheitlich behandeln und Ihrem Körper helfen, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die Osteopathie ist eine sinnvolle Ergänzung zur schulmedizinischen Therapie, manchmal ist es sogar sinnvoll die schulmedizinische Diagnostik voranzustellen.


Grenzen der Osteopathie

Schwere Pathologien wie Krebs, schwere Infektionskrankheiten und massive seelische Störungen, lassen sich mit Osteopathie nicht beheben.